Bewegt und furchtsam auch
Erleb ich Tag und Licht,
Das dämmert vor sich hin
Und wird doch heller nicht.

Ein ruheloses Treiben
Hüllt ohne Unterhalt
Das Land, samt Dorf und Wäldern,
In Leinen, weiß und kalt.

Tief übers Feld ziehn Wolken,
Gefolgt von ihren Schatten,
Und einsam steht ein Bäumchen,
Das sie im Schnee bestatten.

Am Horizont verschmilzt
Der Himmel mit der Erde,
Kein Weg und kein Gestirn,
Das wüsst, was aus mir werde.

Was soll ich aus mir machen?
Wonach steht mir der Sinn?
Ist dies der rechte Weg?
Wo führet er mich hin?

Der Wind streift in den Kiefern
Und seufzet leis dabei,
Wo einst die Grillen sangen,
Es hallt der Krähe Schrei.

Es murmelt still und heimlich
Ein Bach ganz in der Näh
Und unter meinen Schuhen
Da knirscht und ächzt der Schnee.

Stumm aber stehn die Bäume:
Verheißungsvoll das Schweigen!
Mir ist, seh ich die Äste,
Als wollten sie was zeigen!
 

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